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Chemotherapie  

Was passiert bei einer Chemotherapie?

Unter dem Begriff Chemotherapie versteht man vor allem die zellschädigende Behandlung einer Krebserkrankung. Die hierbei eingesetzten Präparate werden als Zytostatika bezeichnet. Sie sind in der Lage, Tumorzellen zu schädigen und das Wachstum neuer Krebszellen zu verhindern. Normalerweise, d.h. in gesunden Zellen läuft die Zellteilung streng reguliert ab. Gesteuert wird sie durch die genetische Erbinformation (DNA). Sie befindet sich im Zellkern jeder Körperzelle. Tumorzellen haben diesen Regulationsmechanismus verloren, sie teilen sich daher unkontrolliert und wuchern. Ursachen dieser "Entartung" können beispielsweise UV-Strahlen, radioaktive Strahlung oder krebserregende Chemikalien sein.

Zytostatika wirken besonders auf teilungsaktive Zellen und daher auf Tumorzellen. Leider werden jedoch nicht nur sie durch die Zytostatika angegriffen. Im Körper gibt es nämlich auch gesunde Zellen, die sehr teilungsaktiv sind. Zu ihnen gehören beispielsweise Zellen der Haare, der Mund- und Darmschleimhäute und des Knochenmarks. Auch sie werden bei der Chemotherapie angegriffen und geschädigt.

Ablauf der Chemotherapie
Die Chemotherapie ist meist eine systemische Behandlung, das heißt, sie wird im gesamten Körper wirksam. Diese Therapieform ist dann erforderlich, wenn sich die Erkrankung über ein begrenztes Stadium hinaus weiter ausgebreitet und evtl. Tochterabsiedlungen (Metastasen) gebildet hat.

Eine Chemotherapie kann aber auch in begrenzten Tumorstadien notwendig sein. Nach einer in diesen Fällen meist durchgeführten Operation können sich im Körper noch restliche Tumorzellen ausgesät haben, die durch bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen oder Computertomographien nicht erkannt werden können. In diesen Fällen dient eine Chemotherapie als Ergänzung zur Vernichtung der Tumorzellen, um die Heilungschancen zu verbessern, was man in der Fachsprache als "adjuvante Therapie" bezeichnet.

Leukämien und maligne Lymphome, d.h. bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems und der Lymphknoten, sind systemische Erkrankungen. Sie betreffen den gesamten Körper, da Blut und Lymphe ständig im Organismus zirkulieren. Bei ihnen ist daher fast immer eine Chemotherapie notwendig.

Die Chemotherapie ist eine Intervallbehandlung. Auf Behandlungsphasen folgen Behandlungspausen. Diese Abfolge wird als Zyklus bezeichnet. Die chemotherapeutischen Medikamente können in Form von Tabletten oder als intravenöse Infusion verabreicht werden.

In den Pausen soll der Körper die Möglichkeit haben, angegriffenes gesundes Gewebe zu regenerieren. Gesunde Zellen sind nämlich im Gegensatz zu bösartigen Zellen in der Lage, Schäden an ihrer Erbinformation zu erkennen und zu beheben.

 

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